Event gesteuerte Datenerfassung - ECR

Null-Todzeit Aufnahmemode

Beschreibung

Der ECR Aufzeichnungs-Mode ermöglicht die gezielte Erfassung von zyklisch oder sporadisch auftretenden Ereignissen. D.h. die Registrierung von Messdaten erfolgt nur dann, wenn gewisse Signal-Bedingungen (Trigger, Zeitfenster, Wiederholungen usw.) erfüllt sind. Dadurch werden nur benötigte Signaldaten gespeichert.

Im ECR-Mode kann garantiert werden, dass keine Totzeiten auftreten und somit keine Ereignisse oder Information verloren gehen. Dies gilt auch, wenn sehr viele Kanäle mit maximaler Abtastrate über eine beliebig lange Zeit überwacht werden müssen. Da jeder Kanal seinen eigenen Signalpuffer (bis zu 128 MSamples) besitzt, darf lediglich die mittlere Anzahl der Ereignisse pro Sekunde einen gewissen Wert nicht überschreiten.

Die Triggerbedingungen können für jeden Kanal individuell eingestellt werden, wobei sich auch komplexe Kriterien des Signalverlaufs definieren lassen (Advanced Trigger Option: Pulsbreite/Höhe, Periode, Steilheit, Fenster-Ein/Austritt usw.).

In der ECR-Betriebsart werden die anliegenden Signalkurven laufend in den als Ringbuffer geschalteten Modulspeicher geschrieben. Danach markiert jedes Trigger-Ereignis den Adressbereich, woraus die Signaldaten aus dem Modulspeicher ausgelesen und in eine Datei geschrieben werden. Diese Aufzeichnungsart entspricht weitgehend dem bekannten Multiblock-Mode. Die aufgezeichneten Zeitabschnitte können sich hier jedoch überlappen. Nur dadurch ist eine Datenerfassung ohne Totzeit gewährleistet (vor allem bei Aufnahmen mit Pre-Trigger).

Die Länge und die Anzahl von Ereignissen die aufgezeichnet werden können hängt nur von der verwendeten Festplatte ab.

ECR Single Channel Modus

Bei ECR Single Channel werden die Daten kanalbezogen registriert.

ECR Single Channel

In diesem Mode kann jeder Kanal als Einzel-Trigger-Quelle gewählt werden. Es werden nur die Daten aus den entsprechenden Kanälen unabhängig voneinander aufgezeichnet. Jedoch kann jedem einzelnen Kanal assoziierte Kanäle zugeordnet werden. Die Signale dieser assoziierten Kanäle werden dann im gleichen Zeitausschnitt zu den Signalen des triggernden Kanals abgelegt.

ECR Multi Channel Modus

Im ECR Multi Channel Mode werden die Signaldaten parallel aus allen eingeschalteten Kanälen aufgezeichnet.

ECR Multi Channel

Prinzipieller Ablauf

Der ECR-Mode läuft wie folgt: Das digitalisierte Signal wird auf dem internen Kartenspeicher (als Ringbuffer programmiert) gespeichert.

ECR

Sobald ein Trigger-Ereignis eintritt, werden die Block Samples vom Ringbuffer auf die Festplatte gespeichert.

ECR

Falls ein weiteres Trigger-Ereignis während dem laufenden Block eintritt, wird ein überlappender Block aufgezeichnet.

ECR

Die ältesten Aufzeichnungen werden mit den neu ankommenden Daten überschrieben, sobald der Ringbuffer voll ist. Normalerweise sind diese Daten vorher ausgelesen und auf die Festplatte transferiert worden. Falls zu viele Ereignisse gleichzeitig auftreten, kann es vorkommen, dass der Ringbuffer überläuft. TranAX zeigt dann eine entsprechende Statusmeldung an.

ECR

Nachdem die Anzahl eingestellter Blocks erreicht wurde, wird die Aufzeichnung beendet.

Dual Mode

Der Dual Mode ist eine Erweiterung im ECR-Mode. Dabei werden parallel zur Registrierung von schnell aufgezeichneten ECR Trigger-Ereignissen die Signale von allen eingeschalteten Kanälen kontinuierlich, in der Regel relativ langsame Kurvenverläufe, mit aufgenommen. Mit Hilfe eines Dual Divisors lässt sich die Taktrate für die langsamere, kontinuierliche Aufzeichnung im Verhältnis zur schnellen Abtastrate einstellen.

ECR Dual Trace

Die kontinuierliche langsamere Aufzeichnung läuft bis auf die Start- und Stopp-Bedingung synchron zu den allenfalls auftretenden ECR-Ereignissen. Die langsame Aufzeichnung speichert immer die Signale aus allen eingeschalteten Kanälen in eine Datei.